05.07.2018 — Moira Frank. Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.
Es gibt bekanntlich eine Formel für alles – sogar für die Lesbarkeit von Texten! Der sogenannte Lesbarkeitsindex berechnet, wie leicht oder schwer verständlich ein Text ist, in dem er zum Beispiel enthaltene Fremd- und Fachwörter, Satzlänge und Floskeln untersucht. Dafür gibt es inzwischen weit über 100 verschiedene Verfahren, die je nach Sprache angepasst werden müssen, da im Englischen beispielsweise Sätze im Durchschnitt kürzer sind als im Deutschen.
Der US-amerikanische Autor Rudolf Flesch entwickelte das sogenannte Flesch-Reading-Ease, bis heute einer der bekanntesten Lesbarkeitsindexe. 1978 übersetzte Toni Amstad die Formel ins Deutsche. Sie rechnet u. a. mit der durchschnittlichen Satzlänge und der durchschnittlichen Silbenzahl. Die Ergebnisse liegen üblicherweise zwischen 0 und 100. Je höher der Wert, desto verständlicher dabei der Text.
Damit Sie nicht selbst rechnen müssen, nutzen Sie doch die Textanalyse von schreiblabor.com – Sie erhalten nach einer kurzen Wartezeit direkt im Text Änderungsvorschläge und können rechts in der Tabelle nicht nur sehen, wie gut lesbar Ihr Text nach Fleschs Lesbarkeitsindex ist, sondern erfahren auch, wie viele unterschiedliche Wörter, Phrasen und Anglizismen Ihr Text enthält.
Das Tool ist für beinahe jede Art von Text geeignet – es ist also egal, ob Sie nur einen kurzen geschäftlichen Brief oder eine längere Pressemitteilung überprüfen wollen!
Achtung: Natürlich ersetzt ein solches Tool nicht eine zuverlässige Testleserin oder letztlich das Zielpublikum Ihres Textes. Zwar gibt es inzwischen Bots, die mit so vielen Textbausteinen gefüttert wurden und so viel dazulernen, dass sie eigene kurze Pressemitteilungen, Tweets u. Ä. verfassen können, und sicherlich wird diese Technologie in Zukunft noch weiter ausreifen – doch letztlich ist der kreative Mensch hier der kreativen Maschine noch immer überlegen.